von Theodor Storm ( 1817-1888 )
- Bürgerlicher Realismus
von Theodor Storm ( 1817-1888 )
- Bürgerlicher Realismus
Alfred Döblin (* 10. August 1878 in Stettin; † 26. Juni 1957 in Emmendingen)
Mittelpunkt ist der bürgerliche Alltag. Milieuschilderungen dienen der Verdeutlichung seelischer Vorgänge.
Es wird versucht, die Wirklichkeit mit genauen Zustandsbeschreibungen genau abzubilden.
Für mich scheint es im ersten Moment einen fliessenden Übergang von der Epoche
- Bürgerlicher Realismus und dem
- Naturalismus
zu geben.
Die erste Literatur für die „breite Masse“ entsteht. Illustrierte für das Proletariat. Aufgrund des gewaltigen Aufschwunges in Naturwissenschaft und Technik erlangen die Menschen eine bessere Vorstellung von den Dingen, die möglich sind.
(Erfindungen und Entdeckungen aus dieser Zeit: z.b. Röntgenstrahlen, Dieselmotor, drahtlose Telegraphie)
-identisch mit „die Moderne“ Das Hoffen auf einen neuen Anfang – auch in der Politik- ist hier der Hintergrund
der Ausdruck inneren Erlebens- entbehrt sämtlicher Logik und Erklärbarkeit
Prosa-Montagetechnik (das Gegenteil von Vermittlung) zeitgleich zu Brechts epischen Theaters
Darstellung Theater-Bewustseinsstrom, innerer Monolog, gelebte RedeMontagetechnik- Dokumentationsstil, der Erzähler tritt zurück, das Zitieren der Wirklichkeit durch Dokumente oder Beschreibung der Umgebung.
Autoren-Alfred Döblin 1878 – 1957 „Berlin Alexanderplatz“ 1929
Empfehlung!!
Subjektive Wahrheit wird kunstvoll gestaltet. Tatsachenwirklichkeit wird bestritten.
RichtungenImpressionismus-Wiedergabe subjekt.sinnlicher Eindrücke und StimmungenNeoromantk-fern von gesellschaftlichem Bezug
Theater-Darstellung Distanz zur AlltagswirklichkeitDistanz zum Zeitgeschehen
Autoren-Rainer Maria Rilke 1875 – 1926 „Das Stundenbuch“Arthur Schnitzler 1862 – 1931 „Anatol“
Ziel der Literatur-Welt der Theater- Oberflächlich- soll zeigen, wie sich die Leute etwas vorspielen etwas zu sein/darzustellen
Vorschlag hier: Das Stück „Anatol“ wirkt sehr vielversprechend!
Im Naturalismus wird die Wirklichkeit abgebildet. Realisten anstatt Träumer.
In der Epoche des Naturalismuses ist man betrebt, dem Ungeschliffenen, Unterprivilegierten, „Hässlichen“ einen Platz in der Kunst zu verschaffen. Prosavermittelt wird die Literatur im Dokumentenstil oder auch im Reportagenstil
Man versucht möglichst nah an der Wahrheit, an der Natur zu bleiben. Beschreibt dabei z.b.die Umgebung genau, in allen Einzelheiten. (Das Strassenschild an der Ampel, die gerade rot ist)
Theater
Auch auf der Bühne wird die Wirklichkeit immer im Auge behalten. Man bedient sich der Alltagssprache, um so den „ganz normalen Menschen“ abzubilden- unverschnörkelt. Gerne werden hierbei Dialekte verwendet, um die die verschieden Gesellschaftschichten darzustellen. Monologe werden vermieden.
Das Bühnenbild wird möglichst der Realität entsprechend gestaltet. Das Alltagsleben wird detailgetreu dargestellt. Mit vielen Requisiten des alltägl.Lebens (Kugelschreiber, Blumenvase, Flaschenöffner…aber auch Fenster und Türen, die sich öffnen lassen gehören zum Bühnenbild. (nicht nur angedeutete oder gar nur gemalte Möbel, Räume
exkurs
Mit einem Monolog bezeichnet man z.B. eine Rede, die so formuliert ist, als sei sie nicht an einen Zuhörer oder Gesprächspartner gerichtet. Dort dient der Monolog häufig dazu, Gedanken und seelische Vorgänge einer Person hörbar oder lesbar nach außen zu tragen und damit für Zuschauer oder Leser deutlich werden zu lassen.
Autoren
Gerhart Hauptmann 1862 – 1946 „Vor Sonnenaufgang“, „die Ratten“
Ziel der Literatur ist die Aufdeckung gesellschaftlicher Misstände
Am Beispiel „vor Sonnenaufgang“ von Gerhart Hauptmann 1889 werden folgende Kritiken geübt:
Kritik an der Staats- und Gesellschaftsform, am Wirtschaftssystem, an der Gesellschaftsordnung (2 Klassensystem)
Es folgt eine kurze Inhaltsangabe zu dem Stück „vor Sonnenaufgang“ von Gerhart Hauptamnn:
Im Ort Witzdorf besucht Loth seinen alten Schulfreund Hoffmann, der in eine reich gewordene Bauernfamilie eingeheiratet hat. Der Reichtum entstand durch die entdeckten Kohlevorkommen in Schlesien. Hoffmann ist aber nicht nur durch Heirat, sondern auch durch fragwürdige Geschäfte zu Geld gekommen. Loth im Gegensatz ist ziemlich arm, so dass er Hoffmann sogar um Geld bitten muss. Loth, der Sozialreformen für nötig hält, ist in diese Gegend gekommen, um über das Leben der Bergleute und den Geschäftemachern drumherum zu schreiben.
Hier entsteht ein Konflikt mit Hoffmann, der dies nicht gutheissen kann. Als Loth sich nun mit Hoffmann und auch anderen Familienmitgliedern unterhält, erfährt er wie die Verhältnisse in der Gegend sind. Der übermässige Alkoholkonsum ist ein sehr grosses Problem, aber auch sexuelle Zügellosigkeit, die in Ehebruch und Kuppelei gipfeln. Dies bekommt er u.a. mit, als er eines morgens sieht, wie Wilhelm Kahl aus dem Zimmer seiner Tante, Frau Kruse, kommt. Helene, die in einem Pflegeheim aufgewachsen ist und eine „andere“ Welt kennt, findet in Loth eine Person, die die hiesigen Zustände auch inakzeptabel findet. Die beiden verlieben sich. Doch für Loth kommt nur eine Frau in Frage, die einwandfreies Erbgut besitzt (s.o.). Loth trifft einmal Helene’s Vater besoffen in der Kneipe und nimmt ihn als Beispiel für einen Vater her, dessen Tochter er nie heiraten würde. Helene’s Schwester Martha erwartet ein Kind. Aus diesem Grund kommt Dr. Schimmelpfennig ins Haus, der ein alter Studienfreund von Loth ist und ihm in seiner Grundeinstellung ähnlich gesinnt ist. Schimmelpfennig verrät Loth wie die wahren Verhältnisse in diesem Haus sind und so beschliesst Loth, das Haus zu verlassen. Als Helene das erfährt, begeht sie Selbstmord.
Der Protagonist:
Alfred Loth Sozialreformer und Journalist: Er vertritt das Prinzip des einen Körpers, weshalb er auch keinen Alkohol akzeptiert (Abstinenzler), damit seine Nachkommen reinrassige, gesunde, erblich unvorbelastete Kinder sind. Er begibt sich in dieses Dorf, weil es nicht diesen Idealen entspricht und er die Missstände aufdecken und in einer Studie veröffentlichen möchte.
Loth glaubt an die Vererbbarkeit von z.B. Alkohol! (Eugenik) Der Protagonist sieht den Sozialismus als Lösung n.
Sehr gesellschaftskritisches Stück- bestimmt sehenswert!
Auch in diesem Stück wird auf die realistische Darstellung geachtet! Durch Dialekte werden z.B. die 2-Klassengesellschaften dargestellt.
Mit diesem Eintrag möchte ich Euch einen kurzen Überblick über meine kleinen Streifzüge durch die Literatur-Geschichte geben.
Angefangen habe ich beim Naturalismus, wobei ich Euch zuerst eine kleine Übersicht über die verschiedenen geschichtlichen Epochen geben möchte:
750 – 1500 Mittelalter
1470 – 1600 Renaissance und Humanismus
1600 – 1720 Barock
1720 – 1785 Aufklärung
1767 – 1785 Sturm und Drang
1786 – 1805 Klassik
1795 – 1835 Romantik
1815 – 1848 Biedermeier
1830 – 1850 Vormärz- Das junge Deutschland
1850 – 1890 Bürgerlicher Realismus
1880 – 1900 Naturalismus
1890 – 1920 Gegenströmungen zum Naturalismus
1910 – 1925 Expressionismus